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Diplomarbeit

Titel: Modellierung und Ausführung von webbasierten Geschäftsprozessen basierend auf UML 2.0 Aktivitätendiagrammen

 

Die Diplomarbeit hat einen Umfang von 143 Seiten (mit Vorspann + Literaturverz. 161 Seiten). Ein PDF-Exemplar (ca. 2 MB) sende ich auf Anfrage (Email an: tbraeutigam(at)gmail.com) gerne zu.


Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis_DA.pdf   23 K

Textauszug: Einleitung

Kaum eine andere Technologie hat im Bereich der Informationsverarbeitung in den letzten Jahren eine ähnliche Verbreitung gefunden wie das World Wide Web [BL89]. Entwickelt wurde es zunächst als reines Informationssystem zur Darstellung und Verknüpfung verschiedener Textdokumente. Mit der zunehmenden Verbreitung stiegen jedoch auch die Anforderungen an diese Technologie. Heutzutage werden Webseiten häufiger als grafische Oberfläche (GUI) für komplexe Applikationen benutzt. Man spricht hierbei auch von Webapplikationen oder Webanwendungen. Immer mehr Softwarehersteller gehen dazu über, Web-GUI´s als Alternativen oder sogar als einzige grafische Benutzeroberfläche für Ihre Applikationen anzubieten. Beispiele für solche Applikationen sind das SAP NetWeaver Portal [SAP05], Map24 [Map06] oder Gmail [Goo05].

 

Der Anwendungsbereich von webbasierten Anwendungen unterliegt mittlerweile keiner Einschränkung mehr. Sogar komplexe Geschäftsprozesse können durch eine Webapplikation ausgeführt werden. Der wesentliche Vorteil einer Webapplikationen gegenüber einer nicht-webbasierten Anwendung liegt vor allem in der einheitlichen Web-GUI. Jede Webapplikation kann mit den auf nahezu allen Plattformen erhältlichen Browsern bedient werden. Eine zusätzliche Softwareinstallation ist nicht mehr nötig und mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen stellt die nötige Datenübertragung auch kein Problem mehr dar.

 

Bei dem Entwurf von Webapplikationen liegt es nahe auf Techniken aus dem klassischen Softwareentwurf zurückzugreifen. Mit steigender Komplexität wird der modellbasierte Softwareentwurf zu einer wichtigen Komponente des Entwurfsprozesses. Dabei liefert die Unified Modeling Language (UML) [Obj04] eine umfangreiche Spezifikation für unterschiedliche Diagrammarten mit jeweils speziellen Anwendungsbereichen.

 

In dieser Arbeit wird ein auf UML 2.0 Activities basierendes Modellierungskonzept für Geschäftsprozesse vorgestellt. Dazu werden zwei Modellierungsebenen (Geschäftsprozessebene und Applikationsebene) mit unterschiedlichen Abstraktionsniveaus eingeführt. Die Geschäftsprozessebene beschreibt die Arbeitsschritte eines Prozesses auf abstraktem Niveau und ordnet sie den beteiligten Akteuren zu. In der Applikationsebene werden die

einzelnen Arbeitsschritte gegebenenfalls verfeinert und im Detail ausmodelliert.

 

Die zwei Modellierungsebenen trennen den allgemeinen und den ausführungsspezifischen Teil eines Geschäftsprozesses voneinander. Diese Trennung ermöglicht den Entwurf von detaillierten, ausführbaren aber dennoch übersichtlichen Geschäftsprozessen. Die Modelle der Geschäftsprozessebene bieten dem Betrachter einen guten Überblick über den Prozess. Die Modelle der Applikationsebene besitzen den für eine automatisierte Ausführung nötigen Detailgrad.

 

Für die Activities der Applikationsebene wird eine Petrinetz-basierte Ausführungssemantik spezifiziert. Es wird ein webbasierter Prototyp vorgestellt, der mit Hilfe dieser Semantik die Geschäftsprozessmodelle ausführen kann. Durch die Integration weiterer Geschäftsprozessmodelle kann die Funktionalität des Prototyps beliebig erweitert werden. Auf diese Weise können komplexe modellbasierte Webapplikationen geschaffen werden.

 

Diese Arbeit ist folgendermaßen aufgebaut: Kapitel 2 stellt die UML Activities vor. In Kapitel 3 werden Geschäftsprozesse definiert und gezeigt, wie diese mit Hilfe von UML Activities modelliert werden können. In Kapitel 4 wird eine Ausführungssemantik für diese Modelle spezifiziert, indem die Activities in Petrinetze umgewandelt werden. Zur Realisierung dieser Umwandlung werden in Kapitel 5 Graphtransformationsregeln formuliert. Anschließend beschäftigt sich Kapitel 6 mit der webbasierten Ausführung von Petrinetzen. In Kapitel 7 wird ein Prototyp vorgestellt, der die modellbasierten Geschäftsprozesse als Webapplikation ausführt. Kapitel 8 fasst die Ergebnisse dieser

Arbeit noch einmal zusammen und liefert einen Ausblick auf mögliche Erweiterungen.



Letzte Änderung:  11:02 21.06.2006

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